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Monatsspruch Oktober 2017

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes
über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15,10


Gedanken zum Monatsspruch


Glaube bedeutet, eine persönliche Beziehung mit Jesus haben. Von einer Beziehung reden wir dann, wenn zwei Seiten sich in einem gegenseitigen Austausch befinden.
Schaue ich in mein Leben, dann richtet sich mein Blick in der Glaubensbe-ziehung zu Jesus meistens auf mich selbst. Das bedeutet, dass ich mich und meine Bedürfnisse im Blick habe. Von Jesus erwarte ich, dass er für mich da ist: Dass er mir vergibt, dass er mir Kraft schenkt, dass er meinen Glauben stärkt. Ich habe diese innere Haltung, weil die Bibel mich in viel¬fältiger Weise dazu ermutigt, diese Hilfe Jesu in Anspruch zu nehmen. Das ist auch ein Zeichen meines Glauben und meines Vertrauens in Jesus. Denn Glaube bedeutet, dass ich erkenne und zugebe, dass mir etwas fehlt, was mir nur Jesus geben kann: Die Vergebung meiner Sünden.
Der Monatsspruch richtet meinen Blick in die andere Richtung der Bezie-hung: Nicht nur Jesus bereitet mir Freude, sondern ich kann ihm und dem Himmel Freude bereiten. Wenn ich Buße tue, glaube, vertraue, bewegt das die Engel und erzeugt Freude im Himmel. Diese Worte Jesu zeigen mir die große Wertschätzung Jesu für mich, für jeden Menschen. Wir sind für ihn eine Quelle der Freude. Jesus sieht mich und freut sich.
Jesus sagt diese Worte Pharisäern und Schriftgelehrten, denen es nicht passte, dass Jesus sich der gesellschaftlich, moralisch, gesundheitlich Aus-gestoßenen annahm. Als er dafür immer mehr kritisiert wurde, sagt Jesus, dass gerade diese Menschen, die sich in ihrer Not ihm zuwenden, für ihn keine Menschen zweiten Grades sind oder Menschen, denen er seinen Rü-cken zuwenden müsste. Nein, sondern gerade diese Menschen bereiten ihm eine große Freude.
Diese Worte Jesu ermutigen mich heute meinen Glauben wahrzunehmen und mich über ihn zu freuen. Wenn der Himmel sich über meinen Glauben freut, dann darf ich das erst recht. Warum? Weil der Himmel mehr weiß! Wenn Jesus und der Himmel sich über mich freuen, dann deshalb, weil sie die wahre Dimension und Tragweite des Glaubens sehen. Sie sehen weiter als ich es kann. Ich sehe meinen Glauben oft als umkämpft, schwach. Ich zweifle, ich sündige, ich enttäusche Jesus und die Menschen. Aber der Himmel sieht auch das Ziel, das Ende des Glaubens, nämlich die Ewigkeit. Dieser Blick der Ewigkeit ermutigt mich, dass auch ich mich über meinen Glauben freue: Auch wenn mein Glaube hier schwach ist, das Ziel ist herr-lich. Darüber darf ich mich jetzt schon freuen.
Deshalb möchte ich uns allen zusprechen: Wir sind eine Quelle der Freu-de. Für Jesus. Für den Himmel. Und auch für uns selbst.

Pastor Johann Vollbracht











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