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Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach:
Steh auf und iss!
Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

1.Könige 19,7 Juli / August 2020

Gedanken zum Monatsspruch

Bei der Geschichte um Elia handelt es sich um einen sehr bewegenden Bericht des Alten Testaments.

Der Monatsspruch Juli lenkt unsere Aufmerksam aber weniger auf den großen und spektakulären Sieg, den Elia für, oder besser gesagt mit Jahwe, dem Gott Israels, über den schrecklichen Baal-Kult errang. Dort ging es um die überragende Macht Gottes, die wir selten so offensichtlich erleben.

Im Fortgang der Geschichte zeigt es sich, wie ein erfolgreicher und tiefgläubiger Mensch durch Drohungen, Anfeindung und Mobbing in Angst gestürzt und handlungsunfähig wird. Das eben mit Gott Erlebte ist wie fortgeblasen im Tal der Depressionen.

In der Regel werden wir mit unserer Machtlosigkeit viel häufiger konfrontiert, als mit der Macht Gottes im Streit gegen die Mächte und (Zeit-) Geister der Welt! Was jetzt Elia mit Jahwe erlebt, zeigt eine sehr persönliche Seite Gottes, auf die man im Alten Testament eher selten stößt. Gott beugt sich zu unserer Machtlosigkeit und Scham herunter. Er macht keine Vorhaltungen, lässt uns ausruhen und Kräfte sammeln—in unserem Versteck.

Manchmal ist der Ofen aus, der Kraftstofftank leer, bis hin zum Burnout. Grund ist, dass man sich, d.h. seine eigenen Kräfte überschätzt. Ein kleiner Impuls—die Drohung der Isebel—reicht dann, um einzuknicken.

Nach der Zwangspause schickt uns Gott dann in eine andere Richtung: in die Wüste. Wüste ist hier ein positiver Begriff, ein Begegnungsraum mit Gott und mit mir selber, fernab von meinen eigenen Ansprüchen und der Erwartung von Menschen. Das ist oft ein langer Weg von (symbolisch) 40 Tagen, um alles hin-ter sich zu lassen, um wirklich zu hören, was Gott von mir will.

Was kann die Speise sein, mit der Gott uns auf den Weg in die „Wüste“ und zur Gottesbegegnung und -erkenntnis am „Horeb (=Sinai)“ schicken will?

Für mich: Zuallererst Gebet und Begegnung mit Gott in der Bibel. Von dieser Speise will ich leben! Denn Gott schreibt mich auch nach Schwächeanfällen nicht ab. Im Gegenteil: Er gibt sich zu erkennen—auch emotional—und beauf-tragt neu, nachzulesen in 1. Könige 19,1-18.

Euer Falko Hornschuch