Diese Website benutzt nur technisch notwendige Cookies. Wir verzichten auf Cookies zur Benutzeranalyse bzw. Tracking.
Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus. Datenschutzerklärung

 Neu, Anmeldung zu unseren Gottesdiensten:

Denn ich schäme mich des Evangeliums
von Christus nicht;
denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt,
zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.

Römer 1,16 (Schlachter) September 2020

Liebe Gemeinde,

die meisten von euch haben mich bei einem Gottesdienst in der Bethelkapelle schon gesehen oder predigen gehört. Andere grüße ich auf diesem Wege als neuen Pastor der Gemeinde Eberswalde.

Als Pastor sehe ich mich zuallererst als Verkündiger des biblischen Evangeliums. Deshalb passt die Aussage von Paulus aus Römer 1,16 sehr gut als Motto für den Anfang meines Dienstes hier in der Stadt. In Wort und Tat, bei allen Begegnungen, soll das im Mittelpunkt meiner Tätigkeit stehen: die Freundlichkeit Gottes, die er in seiner Selbstoffenbarung in Jesus Christus zeigt.

In seinem Römerbrief stellt sich Paulus der Gemeinde in Rom vor. Er kennt die Christen dort nicht persönlich, möchte aber bald nach Rom reisen. Vor der Reise möchte er ihnen in einem Schreiben sein Evangelium vorstellen. Wenn man den Römerbrief dann liest, staunt man darüber, was alles zu seinem Evangelium, zur guten Nachricht von Christus, dazugehört. Es ist ein ausführliches Evangelium, das von uns viel Denkarbeit abverlangt. Wir sollen Gott eben auch mit unserem ganzen Verstand lieben.

Es ist die Gute Nachricht zuerst für die Juden. In drei Kapiteln des Briefes (9-11) beschreibt Paulus die weiter bestehende Beziehung Gottes zu seinem, durch Abraham auserwählten Volk. In zahlreichen Hinweisen auf das Alte Testament macht er deutlich, dass sei-ne Heilige Schrift, aus der er sein Evangelium schöpft, die Heilige Schrift der Juden ist. Christus ist der neue Adam. Christen glauben genauso wie Abraham glaubte und sind von daher Kinder Abrahams. Christen leben in der Freiheit des Evangeliums, unter der Mutter der Freiheit (Sarah) und nicht in der Knechtschaft des Gesetzes. Sarah ist unsere Mutter und nicht die Dienerin Hagar.

Wir haben im August in der Bibelstunde mit der Auslegung des Römerbriefes begonnen. Das Format der Bibelstunde bietet die Gelegenheit, in dieser wichtigen, zentralen Schrift der Bibel tiefer zu schürfen, unsere Hirne anzustrengen um zu begreifen, was Gott uns für unseren Alltag Wichtiges sagen möchte. Wir machen wohl noch einige Zeit mit dieser Auslegung weiter, ich lade herzlich dazu ein. Die politischen Krisen der Menschheit sind in der Regel auch Sinn-krisen. Wenn Menschen in ihrer Seele nur Leere haben, wenn ihr Leben ihnen völlig sinnlos vorkommt, dann werden sie unruhig und suchen, meist vergeblich, in politischen Bewegungen, z.B. in Revolutionen, ihren Sinn.

Das Evangelium Christi, die Beziehung zu Gott durch den Glauben an ihn, das macht die Seele satt. Und es hat dann wichtige, heilsame Auswirkungen auf alle Bereiche meines Lebens. Deshalb bleiben wir beim Evangelium, Gottes Kraft zur Rettung aller, die Glauben.

Gott befohlen,

Alan Gross