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Monatsspruch Dezember 2017

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg
des Friedens.

Lk 1,78-79 (L)


Gedanken zum Monatsspruch


Zacharias ist ein alter Mann, der in seinem Leben vieles erlebt hat. Als Priester im Tempel in Jerusalem hat er täglich unterschiedliche Schicksale gehört. Als Jude hat er die Eroberung seines Landes durch die Römer er-leiden müssen. Es gibt fast nichts, was er nicht schon gesehen, gehört o-der erlebt hat.
Aber eines Tages kommt ein Engel zu ihm und sagt, dass er einen Sohn bekommen wird. Das an sich ist schon ein Wunder, weil er und seine Frau bereits alt sind. Aber nicht genung, sein Sohn wird den Weg des Messias vorbereiten. Diese Nachricht ist auch für einen so erfahrenen Priester wie Zacharias zu viel. Da er nicht glaubt, wird er solange stumm, bis sein Sohn geboren wird. Er bekommt eine einjährige Auszeit verordnet. In der Stille des Wartens auf die Geburt seines Sohnes, Johannes des Täufers, ist er nicht bitter geworden. Denn am achten Tag nach der Geburt seines Soh-nes kann er wieder reden. Das erste, was er sagt, sind Worte der Anbe-tung Gottes. Er dankt Gott dafür, dass sein Sohn, Johannes, den Weg des Messias ebnen wird.
Über den Messias sagt Zacharias, dass sein Kommen, wie das aufgehende Licht eines neuen Tages nach einer dunklen Nacht sein wird. Das Kommen des Messias wird ein Zeichen der besonderen, herzlichen Barmherzigkeit Gottes sein und sein Kommen wird die Schritte der Menschen auf dem Weg des Friedens lenken. Es sind Worte, die einen prophetischen Charak-ter haben. Es sind Worte, die sich noch erfüllen werden.
Dieses Mal ist es eine viel größere Verheißung als er vor der Geburt von Johannes bekommen hat. Aber dieses mal zweifelt er nicht. Sondern er verkündet diese Worte an alle, die dabei sind. Die Geburt des Johannes ist ein viel kleineres Zeichen als das Erlösungswirken Jesu sein wird. Aber jetzt zweifelt Zacharias nicht mehr, sondern betet Gott für seine Barmherzigkeit, sein Licht, seinen Frieden an. Er hat erlebt, dass Gott seine Verheißungen hält und er freut sich darauf, dass der kommende Messias Barmherzigkeit, Licht und Frieden bringen wird.
Wir feiern Weihnachten in dem Wissen, dass Jesus, der in Bethelem als Mensch zu uns gekommen ist, seine Liebe, Barmherzigkeit und Frieden anbietet. Nun können wir fragen, war der Optimismus und der Glaube von Zacharias berechtigt? Objektiv gesehen hätte er nicht viel Grund zum Op-timismus haben können, denn in unserer Welt ist viel Dunkelheit in den Herzen und Köpfen von Menschen, es ist viel Unbarmherzigkeit und viele Wege sind ohne Frieden. Aber die gute Nachricht ist, dass der Optimismus und der Glaube von Zacharias Wirklichkeit im Leben eines jeden Menschen werden kann. Ich bin dankbar, dass ich die liebevolle Barmherzigkeit erle-ben konnte, dass ich durch sein Licht, das Leben und die großen Fragen des Lebens in seinem Licht sehen kann und dass er mir Kraft schenkt in meinem Alltag auf dem Weg des Friedens zu gehen. Und die gute Nach-richt ist, dass das jeder Mensch persönlich erfahren kann.
Ich wünsche uns, dass wir als Christen, die die Barmherzigkeit Jesu erlebt haben, in dieser Advents- und Weihnachtszeit die Begeisterung von Zacha-rias teilen.

Johann Vollbracht










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