Denn der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt.

2. Chronik 30,9bApril 2019

Offene Arme, die zur Versöhnung rufen

Offene Arme drücken im Gegensatz zu verschränkten Armen Offenheit und

Freundlichkeit aus. Wenn jemand offene Arme hat, kann man sich ihm nähern.

Diese Person blockt nicht. Umarmen geht noch weiter und ist ein starkes

Zeichen der Freundschaft und Versöhnung. Wenn Menschen ihren Streit

beilegen, nehmen sie sich häufig in die Arme. Ist es nicht eindrücklich, dass

Jesus am Kreuz mit offenen Armen stirbt? Diese offenen Arme sind ein Zeichen

der Einladung zur Versöhnung. Jesus ruft uns zur Versöhnung mit

Gott, zurück in die Beziehung zu ihm. Seine Arme stehen weit offen, er will

uns umarmen.

Jesus ist gekommen, um uns zu zeigen, wie Gott ist. Ja, so ist Gott. Er ist

wie ein Vater, der auf seinen verlorenen Sohn zurennt, um ihn in die Arme

zu schließen (Lk 15,21). Ein Gott, der am liebsten die ganze Welt in den

Arm nehmen würde. Für diese Versöhnung steht Jesus nicht nur mit seinem

Leben, sondern gerade auch in seinem Tod. In seinem Tod sind seine Arme

offen, um mich zu umarmen. Wenn ich mich allein fühle, fern von Gott oder

unsicher, ob er mir vergibt, darf ich an diese offenen Arme denken. Arme,

die selbst der Tod nicht zu schließen vermag. Für diese Botschaft steht Karfreitag.

Nun so lasst uns ausziehen als Botschafter und ausrufen an Christi statt:

„Seht den sterbenden Christus am Kreuz. Seht seine offenen Arme. Seht seine

Einladung zur Vergebung - lasst euch versöhnen mit Gott!“

Pastor Michael Voth