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Monatsspruch November 2016

Umso fester haben wir das prophetische Wort,
und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf
ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort,
bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe
in euren Herzen

2. Petrus 1,19


Gedanken zum Monatsspruch

Der November ist der Monat, in dem das Thema Ewigkeit im Vordergrund
steht. Am Ewigkeitssonntag erinnern wir uns an die Wiederkunft Jesu und
freuen uns über die Verheißung der Ewigkeit.
Das Thema seiner Wiederkunft war Jesus in seinen Abschiedsreden an die
Jünger sehr wichtig. Er ermahnte seine Jünger sehr ausdrücklich, dass sie
die Zeichen der Zeit genau beobachten sollen. Niemand weiß den Tag und
die Stunde seiner Wiederkunft. Deshalb sollen sie immer beten und wachen,
damit sie von seinem Wiederkommen nicht überrascht werden.
Als Konsequenz haben die Jünger Jesu und die Christen der ersten Generation
die Wiederkunft Jesu sehr ernst genommen. Sie rechneten jeden
Tag mit seinem Erscheinen.
Die Christen der zweiten Generation hatten es nicht mehr so leicht. Sie
befanden sich in einem inneren Zwiespalt: Sollen sie noch aktiv auf das
zweite Kommen Jesu warten oder nicht? Zunehmend stellten sie sich die
Frage, ob die Lehre von der Wiederkunft Jesu überhaupt so stimmt und –
in letzter Konsequenz – ob man Jesus und seinen Worten überhaupt trauen
kann?
Diesen zweifelnden Christen der zweiten Generation antwortet Petrus in
seinem zweiten Brief. Er erinnert sie daran, dass in der Endzeit Spötter
kommen werden, die sich über die Verheißung der Wiederkunft Jesu lustig
machen oder zynisch darauf reagieren werden. Diese Spötter werden sagen,
dass sich auf dieser Welt nie was ändern wird und so wird es auch zu
keiner Wiederkunft Jesu kommen (siehe Kapitel 3).
Angesichts dieser Stimmen und den zweifelnden Fragen der Christen
schreibt Petrus, dass die Worte Jesu zuverlässig sind. Er, Petrus selbst hat
diese Worte von Jesus gehört. Und er persönlich hat die Worte des Vaters
aus dem Himmel als Bestätigung gehört, als Jesus getauft wurde und als
Jesus auf dem Berg verklärt wurde (siehe Kapitel 1). Petrus ermutigt die
Christen, dass auf Jesu Ankündigungen Verlass ist. Seine Worte sind eine
sichere Quelle und für uns wie ein Licht. Seine Worte werden unser Leben
und unseren Glauben beleuchten, bis der Tag seines Kommens anbrechen
wird.
Zweitausend Jahre später befinden wir uns auch in dieser Spannung: Die
Welt scheint von einer Krise zu anderen zu taumeln, aber sonst scheint
alles unverändert seinen Gang zu gehen. Auf der anderen Seite denken
wir an die Worte Jesu, dass er jeden Tag und jede Stunde wiederkehren
kann.
Auf was sollen wir nun heute achten? Wie sollen wir mit dieser Spannung
umgehen? Sollen wir dieses Leben vernachlässigen und uns nur auf die Zukunftsverheißungen
konzentrieren? Oder sollen wir uns in diesem Leben

einrichten, denn schließlich kennen wir den Tag und die Stunde seiner
Wiederkunft ja gar nicht?
Die Bibel ermutigt uns zu beidem. Im zweiten Thessalonicherbrief, in dem
das Thema der Wiederkunft ausführlich thematisiert wird, ermutigt Paulus
die Christen, dass jeder seiner Arbeit nachgehen und von seiner Hände
Werk leben soll. Wer nicht arbeiten will und sich von dieser Welt verabschiedet,
der soll auch nicht essen (2 Thess 3, 10-12).
Auf der anderen Seite sollen wir an jeden Tag auch mit der Wiederkunft
Jesu rechnen. Das soll uns wach halten, uns helfen, die richtigen Prioritäten
im Alltag zu setzen und uns mit Freude und Kraft erfüllen: Wir warten
auf den, der uns verheißen hat, dass wir für immer bei ihm sein werden.
Während wir warten, sollen wir auf das Licht achten: das Wort Gottes, die
Bibel. Sie hilft uns, durch diese Zeiten zu gehen und dabei die geistliche
Orientierung nicht zu verlieren.
In diesem Sinne wünsche ich euch gutes Arbeiten und hoffnungsvolles
Warten.
Pastor Johann Vollbracht


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