Was gibt es noch ?

Kaffee-Gottesdienst
an jedem 2. Sonntag im Monat,
um 15.00 Uhr
im Haus der Generationen
Straße des Friedens 5a
AngermündeEinmal monatlich feiern wir Kaffee-Gottesdienst in Angermünde im Haus der Generationen. Die Gemeinschaft beim Singen, Beten, beim Hören auf Gottes Wort, aber auch im Austausch bei Kaffee und Kuchen sind uns wichtig. Gäste sind immer herzlich willkommen. Die Gottesdienste sind überkonfessionell. Sie werden getragen und unterstützt von der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Eberswalde, dem Verein Gutes Haus e.V. und der Evangelischen Christusgemeinde Schwedt. Stefan und Sabine Schweizer
Tel.: 03331 / 298141
Mail: kaffeegottesdienst-angermünde

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„Dieses Projekt wird durch die Europäische Union aus
Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung unterstützt (Fonds für
kleine Projekte Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen in
der Euroregion Pomerania)."


Freundschaft
zwischen den Menschen in Stettin und Eberswalde

Im 19. Jahrhundert kam es
weltweit in einer Art „Graswurzelbewegung“ zur Verbreitung freikirchlicher
Gemeinden.

Reisende Handwerker und
Handlungsreisende in Deutschland verbreiteten diese Bewegung und setzten sich auch
für eine Trennung zwischen Kirche und Staat ein. Schon damals gab es es Beziehungen
zwischen den Gemeinden in Pommern und der Mark, so auch zwischen Stettin und
Eberswalde. In diesen Städten wurden auch bedeutende sakrale Bauwerke nach
damals modernen architektonischen Gesichtspunkten für ein aktives Gemeindeleben
-auch außerhalb gottesdienstlicher Veranstaltungen- geschaffen. Die Gemeinde
Stettin warb damals sogar aus Amerika Spendengelder ein. Nach dem Krieg und den
damit verbundenen territorialen Veränderungen, mussten die Gemeindemitglieder
ihr Haus verlassen. Durch verschiedene Nutzer, die vom polnischen Staat die
Hausrechte übertragen bekommen hatten, konnte das Haus nicht adäquat genutzt
und erhalten werden.

Erst nach der politischen
Umwälzung in Polen, erhielt die baptistische Gemeinde in Stettin als natürliche
„Nachfolgeorganisation“ das durch den kommunistischen Staat enteignete
Gemeindehaus. So erwuchs dieser Gemeinde durch das Gebäude, das erstaunlicher
Weise die Kriegszerstörungen überstanden hatte, eine große Aufgabe. Das Haus
stand inzwischen unter Denkmalschutz.

Pastor der Gemeinde ist Dr.
Robert Merecz, der internationale Beziehungen knüpfte und auch in Brandenburg
an die alten Beziehungen zwischen den Gemeinden erinnerte.

Zwei Gemeindemitglieder aus
Eberswalde nahmen den Kontakt zu dem polnischen Pastor auf. Die Gemeinde
Eberswalde besuchte die Gemeinde und so begann eine freundschaftliche
Entwicklung, die erste Früchte zeigt. Die nach dem Krieg geschaffene
europäische Friedensordnung kann nicht allein von den Regierungen getragen
werden, sondern soll auf der Ebene der persönlichen Beziehungen entwickelt
werden:

 Im Oktober 2017 sind schließlich über 80
deutsche und iranische Mitglieder der Eberswalder Gemeinde nach Stettin
gefahren. Wir wurden sehr herzlich mit einem Imbiss empfangen. Im Laufe des
Tages ließen wir uns die Stadt- und Gemeindegeschichte aus polnischer Sicht
erzählen, aßen gemeinsam zu Mittag und nahmen eine Besichtigungsfahrt der Stadt
mit Bussen vor.

Für das schwierige Vorhaben  der Sanierung des Gemeindehauses in Stettin
begannen Eberswalder Gemeindemitglieder Spenden zu sammeln. Das große Haus liegt
direkt in der Innenstadt von Stettin und wird zu einem
diakonischen, sozialen und kulturellem christlichen Zentrum für alle
evangelischen Gemeinden ausgebaut. Spenden dafür werden noch dringend benötigt.


Nach dem Besuch der deutschen
Gruppe vor zwei Jahren, sollte nun die Gemeinde Stettin nach Eberswalde kommen.
Da wir in Eberswalde gerade ein größeres Bauvorhaben abgeschlossen haben,
werden wir auch über diese Erfahrungen viele Gespräche führen.

Pünktlich rollte der Bus mit 49 Personen, davon 11
Kinder in der Goethestraße vor die geöffnete Tür der Bethelkapelle. Dem
aufgebauten Begrüßungsfrühstück wurde gerne zugesprochen. Der gemeinsame
Gottesdienst, in der fast vollständig gefüllten Kapelle konnte beginnen. Der
polnische Pastor Dr. Robert Merecz sprach in seiner übersetzten Predigt davon,
wie Gott uns immer wieder dazu bringt, Grenzen zu überwinden. Grenzen zwischen
Nationen und Sprachen, zwischen Klassen und zwischen einzelnen Menschen, können
wir überwinden, wenn Er uns die Kraft dazu gibt.

Die meisten Lieder wurden zweisprachig gesungen.

Nach dem Mittagessen im Wilden Eber ginge es per Bus
und Pkw zu den beiden Schiffshebewerken. Trotz des Regens, wurde das alte
Hebewerk bestiegen und eine Schleusung beobachtet. Den Abschluss bildete eine
Führung durch das Kloster Chorin.

Eberswalde ist eine
weltoffene Stadt, die nicht nur durch die „Hochschule für nachhaltige
Entwicklung“ Kontakte in alle Welt unterhält. Wir möchten das unseren Gästen
aus Stettin vermitteln.

Friedemann Gillert.