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Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!

Galaterbrief 5,1Oktober 2026

Die Christen der Gemeinden in der Provinz Galatien (heutige Türkei) hatten
durch die Verkündigung des Apostel Paulus die große Freiheit erlebt. Sie
erlebten Vergebung und Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus.
Diese Erlösung wird am besten durch die Aussage des Paulus in Epheser
2,8-9 zum Ausdruck gebracht: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch
Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken,
damit sich nicht jemand rühme.“
Ich nehme an, dass sie Freude hatten an diese Botschaft von der Gnade
Gottes in Christus. Aber diese Freude war leider nur von kurzer Dauer.
Denn es kamen jüdische Prediger in die Gemeinden, die diesen heidnischen
Christen überzeugen wollten, dass sie das alttestamentliche Gesetz einhalten
mussten, wenn sie richtige Christen werden wollten. Anscheinend haben sie
bereitwillig diese neue Botschaft von Errettung durch Werke gerne
eingetauscht gegen das Evangelium der Gnade Gottes in Jesus Christus.
Wie war das möglich?
Vielleicht haben die jüdischen Prediger so argumentiert: das Gesetz ist doch
für uns wie eine Leitplanke, die uns davon abhält, über einen gefährlichen
Abgrund zu stürzen. Wird diese Leitplanke entfernt, dann leben wir
gefährlich. Und die Christen Galatiens bauen wieder eine neue (alte)
Leitplanke auf, die sie davon abhalten soll, in Sünde und Verderben zu
geraten. Aber Paulus schreibt: „Lasst euch nicht wieder das Joch der
Knechtschaft auflegen!“. Warum sagt er das? Weil kein Jude, er
eingeschlossen, hatte es jemals geschafft, das Gesetz einzuhalten und damit
vor Gott gerecht zu werden! Man versuchte nur sklavisch, die Gesetze
einzuhalten, ohne die Aussicht, sich dadurch das Heil verdienen zu können.
Noch schlimmer, Paulus schreibt: „Ihr habt Christus verloren, die ihr durch
das Gesetz gerecht werden wollt, aus der Gnade seid ihr herausgefallen.“
Galater 5,4. Eine größere Bedrohung gibt es wohl nicht: will ich durch
Einhalten des Gesetzes vor Gott gerecht werden, dann bin ich verloren, weil
ich Christus und sein Werke für mich am Kreuz verloren habe!
Es kann mir aber Angst machen, wenn ich an diese Leitplanke gewohnt bin
– Sicherheit und Grenzen durch das Einhalten von Gesetzen – und diese
Leitplanke wird plötzlich abgebaut.
Aber Paulus macht deutlich, dass drei neue Leitplanken mich eingrenzen
und mir Sicherheit geben:
1. Die Gnade Gottes! Die Gnade, die mich in Christus errettet, hält mich
ein Leben lang fest.
2. Das neue Gesetz Christi: Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen
Nächsten wie dich selbst!
3. „Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht
erfüllen.“ Galater 5,16.
Jesus sagt, dass er uns den Heiligen Geist in unsere Herzen gibt um uns in
alle Wahrheit zu leiten. Der Geist Gottes hält mich auf Kurs indem er mich
ständig an die Worte Jesu erinnert, indem er betrübt ist und mich mahnt,
wenn ich den guten Weg verlasse und drohe, in einen Abgrund zu stürzen.
Diese drei Leitplanken: die Gnade Gottes, das neue Gesetz Christi und der
Geist Gottes langen um mich sicher auf einem guten Weg zu halten. Eine
Rückkehr zum alttestamentlichen Gesetz ist eine Rückkehr in die Sklaverei;
lass lieber die Finger davon.

Alan Gross