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 Neu, Anmeldung zu unseren Gottesdiensten:

Man muss Gott mehr gehorchen
als den Menschen.

Apg. 5,29Juni 2021

Liebe Gemeinde,

der Pastor und die Ältesten einer großen Gemeinde in meiner Heimat in Südkalifornien standen letztes Jahr vor einer schwierigen Entscheidung. Präsenzgottesdienste waren in dem Bundesstaat monatelang durch den Gouverneur verboten worden. Die Mitglieder der Gemeinde drängten darauf, wieder zusammen Gottesdienste zu feiern. Die Ältesten berieten miteinander, ob sie sich in dem Fall auf dieses Wort aus der Apostelgeschichte berufen durften, auch auf ihre von der Verfassung her garantierten freien Glaubensausübung, und Präsenzgottesdienste wieder anbieten; sie entschieden sich dafür.

Es begann eine lange Rechtsauseinandersetzung mit dem Bundesstaat Kalifornien, bei dem sie am Ende siegreich waren. Gott hat die Gemeinde in der Zeit auch vor Coronaausbrüchen bewahrt. Durch die ganze Krise hindurch trafen sie sich und wurden durch die Gemeinschaft ermutigt. Nun ist die Krise vorbei, alle Gemeinden dürfen sich wieder in Präsenz und ohne Einschränkungen treffen.

Wir können sehr dankbar sein, dass wir mit wenigen Ausnahmen, uns über die gesamte Zeit der Pandemie zu Gottesdiensten treffen durften. Die Gemeinschaft, die Begegnung, das Gespräch miteinander, das hat uns sehr ermutigt während dieser schwierigen Zeit. Unsere Gottesdienste wurden nicht monatelang strikt verboten wie in Kalifornien oder anderen Teilen der Welt.

Wir sind während der Nachkriegszeit an einem freundlichen, konstruktiven Verhältnis zwischen Kirche und Staat gewohnt. Der Staat ist uns in der Regel wohlgesonnen und daran interessiert, die freie Ausübung des Glaubens, die auch uns durch die Verfassung garantiert wird, zu gewährleisten. Sind wir dafür gerüstet, uns gegen ei-ne tyrannische, antichristliche Regierung zu wehren, falls diese Zeiten wieder kommen, wie z.B. während des dritten Reiches? Und wie weiß man, dass Widerstand unbedingt geboten ist?

In dem Beispiel aus der Apg. geht es um Wort gegen Wort: Das Wort unseres Herrn: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker.“ Und das Wort der jüdischen Führer: „Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen (Jesus Christus) zu lehren?“ Menschen zu Jüngern machen bedeutet, ihnen alles zu lehren, was Jesus be-fohlen hat. Wie sollen die Apostel in dem Fall sich an das Befehl der jüdischen Führer halten, und gar nicht mehr im Namen Jesu lehren?

Dieses Beispiel macht eins deutlich: wenn es darum geht, unseren Hauptauftrag zu erfüllen, in alle Welt zu gehen und Völkern zu Jüngern Jesu zu machen, da darf es keine Kompromisse geben. Da gilt auf jeden Fall dieses Wort der Schrift: wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen. Bis heute werden Mitchristen in alle Welt verhaftet, misshandelt und getötet, weil sie ähnlich handeln wie damals die Apostel. Sie lassen sich die Verkündigung der guten Nachricht und das Jüngermachen nicht verbieten.

Gott gebe uns den Mut und das Vertrauen, ihrem Vorbild zu folgen.

Pastor Alan Gross