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Mose sagte: Fürchtet euch nicht!
Bleibt stehen und schaut zu,
wie der HERR euch heute rettet!

2.Mose 14,13Juni 2024

Die Israeliten in Panik: Hinter ihnen der Pharao mit seiner riesigen
Streitmacht, die ihnen offensichtlich ans Leder will, und vor ihnen das
Meer, welches ihnen den Weg versperrt. Die Lage sieht ziemlich hoffnungslos
aus. Wären sie doch nur in Ägypten geblieben: Lieber Sklavenarbeit
leisten als jetzt in der Wüste verrecken. Und was sagt ihr
großer Anführer: Bleibt mal ruhig, Gott macht das schon!
Und tatsächlich: Sie dürfen ein veritables Wunder erleben: Der HERR
teilt das Meer und sie können trockenen Fußes entkommen. Die Ägypter
hatten weniger Glück: Als sie die Israeliten verfolgten, kehrte das
Meer zurück und viele ertranken.
Was können wir heute daraus lernen? Wenn wir uns in ausweglosen Situationen
auf Gott verlassen, dann tut er ein Wunder und rettet uns!
Das ist die unmissverständliche Aussage dieses Bibelverses! Aber Hand
aufs Herz: Glauben wir das wirklich? Also, ich reagiere meistens anders:
bei irgendwelchen Schwierigkeiten versuche ich meist, die Probleme
selber zu lösen. Und erst ziemlich spät – und wenn die Lage immer
aussichtsloser geworden ist – komme ich auf die Idee: Mensch, ich
könnte doch auch mal beten! Meine holde Gattin ist da etwas weiter
als ich: Oft betet sie erst und wird dann aktiv. Diese Reife fehlt mir
meist.
Dabei könnte ich es besser wissen: Als sich vor ein paar Jahren meine
Herzklappe entzündet hatte und ich durch eine Notoperation gerettet
werden musste, waren einige Wunder nötig, damit ich am Leben geblieben
bin und heute diese Zeilen verfassen kann.
Ich kann sagen: Gott ist wirklich da, wenn es Dir richtig dreckig geht!
Und er kann Wunder tun, um Dich zu retten! Ich weiß natürlich auch,
dass das nicht immer so klappt: obwohl viele für ihn gebetet haben, ist
vor Jahren der Jugendleiter meiner damaligen Gemeinde an Krebs gestorben.
Manchmal weiß man nicht, warum Gott das zulässt. Ich denke
dann an Römer 8, 28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben,
alle Dinge zum Besten dienen…“. Gott meint es gut mit uns, auch
wenn wir es nicht immer merken. Und oft sehen wir erst im Nachhinein,
dass er bei uns war, wenn wir durchs finstere Tal gewandert
sind (siehe Psalm 23,4). Und der Jugendleiter, der Gott wirklich lieb
gehabt hat, darf jetzt bei seinem Herrn sein. Ihm wird es sehr gut gehen.
Ich will lernen, mich bei Problemen gleich an Gott zu wenden, denn er
will sich darum kümmern (siehe 1. Petr. 5,7). Und ich will auch versuchen,
ruhig zu bleiben (s. 2. Mo 14,14). Gott bekommt das schon hin.

Euer Jörg Fricke