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Lasst uns aufeinander achthaben
und einander anspornen
zur Liebe und zu guten Werken.

Hebräer 10,24 Oktober 2021

Gedanken zum Monatsspruch

Wer in der Gemeinde dabei ist, hat es wohl schon gemerkt: zu unserer
Berufung als Christen gehört die Liebe. Jesus nennt als die
zwei größten Gebote: Gott lieben von ganzem Herzen und meinen
nächsten Lieben wie mich selbst. Überhaupt sollen wir als seine
Nachfolger in dieser Welt an der Liebe zueinander erkannt werden
(Joh.13,35). Und Liebe ist immer tätige Liebe, sie zeigt sich in konkreten
Taten. Deshalb heißt es an einer anderen Stelle: „Wer nun
weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.“ Jak.4,17
So eine Aussage könnte uns ganz schön unter Druck setzen. Wenn
ich erkenne, dass es Gutes gibt, was ich tun könnte, und tue es
nicht, dann sündige ich. Immer zu Liebe und zu guten Werken bereit
sein, gibt es da keine Grenze? Und wenn ich dabei versage, was
ist dann? Mag mich Gott nicht mehr?
Es ist sehr wichtig zu erkennen, in welchem Kontext der Vers aus
Hebräer 10 eingebettet ist. Das bewahrt uns davor, aus Angst oder
einem falschen Leistungsdenken heraus in Liebe und guten Werken
tätig zu sein. Die Aufforderung zu Liebe und guten Werke ist im
Kontext von Hebräer 10 die Konsequenz von zwei wichtigen Erkenntnissen:
1. Durch sein Blut hat Jesus Christus mir den Zugang
zum Allerheiligsten, zur heiligen Gegenwart Gottes frei gemacht (V.
20 – 21). 2. Deshalb bekenne ich mich zu Jesus Christus und hoffe
zuversichtlich auf seine Treue (V. 23).
Warum bin ich als Christ in Liebe und guten Werken tätig? Weil Gott
mich dann mehr lieb hat? Weil ich sonst verloren gehe? Weil ich
sonst kein richtiger Christ bin?
Gedanken zum Monatsspruch 3
Vom Kontext her gibt es nur einen legitimen Grund, warum ich das
tue: aus Dankbarkeit dafür, dass Jesus Christus so ein großartiges
Werk für mich vollbracht hat. Ich bin von Jesus begeistert und will
voll Freude in seinem Namen Gutes tun.
Liebe üben und Gutes tun, das hat viele Gesichter, es müssen keine
großartigen Dinge sein: Ich begrüße jemanden freundlich statt achtlos
an ihm vorbei zu gehen; ich halte für einen mir fremden Menschen
die Tür auf; ich kaufe für einen Obdachlosen ein belegtes
Brot und eine Tasse Kaffee; ich antworte meinem Kind freundlich
und beherrscht obwohl ich gerade unter Stress stehe; ich rufe einen
alten, kranken oder einsamen Menschen an und spende Trost; ich
spende für einen guten Zweck; ich engagiere mich in einem Verein.
Hier in Hebräer 10 ist es, wie im ganzen Neuen Testament, wichtig
aus welcher Motivation ich das tue. Wenn es aus Liebe zu Jesus, aus
der Verbindung zu ihm heraus geschieht, dann ist es kein Krampf,
dann macht es mich nicht müde, dann kann es mir sogar zusätzliche
Kraft geben. Das wünsche ich uns. Dass wir in Liebe und guten Werken
tätig sind, und es uns stärkt und anspornt zu noch mehr Einsatz
für ihn. Das kann der Herr schenken, dass wir „von einer Kraft zur
anderen gehen“ (Psalm 84,8), Gutes tun, aus Begeisterung für Jesus.

Alan Gross