
Hebräer 6,19Mai 2026
Mein Vater ist in einem kleinen Ort an der Ostküste der USA geboren
und aufgewachsen. Er nahm die Liebe zum Meer und zu Booten
mit ins Leben und zog später als Erwachsene wieder ans Meer in die
Stadt San Diego am Pazifik. Dort gehörte er zu einem Segelklub,
und auch uns Jungs hat er mit auf die Boote genommen und uns das
Segeln beigebracht. Von daher ist mir das Bild eines Ankers, das in
unserem Bibelvers aus Hebräer 6 vorkommt, vertraut.
Ein Anker muss richtig gebraucht werden. Wir haben z.B. mit meinem
Vater zusammen im Hafen von San Diego an Segelrennen teilgenommen.
Bei so einem Rennen ist jeder unnötiger Ballast zu vermeiden,
denn es gilt, so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen.
Wenn man während so einem Rennen den Anker runterlässt, dann
kommt man garantiert beim Rennen als letzter ins Ziel.
Aber es gibt andere Situationen bei denen ein Anker absolut unerlässlich
ist. Macht man mit dem Segelboot eine längere Fahrt, kann
es sein, dass man irgendwo entlang der Küste Kaliforniens oder in
einer Bucht übernachten möchte. Da werden die Segel runtergelassen,
man findet eine ruhige Stelle, und da möchte man die Nacht
über bleiben. Ohne einen Anker klappt das nicht. Sonst, während
man schläft, kann man Kilometer weit in irgendeine Richtung abdriften.
Dann wacht man morgens auf und weiß möglicherweise gar
nicht, wo man sich befindet. Anders, wenn man einen festen Anker
hat: da kann man in Ruhe, beim Schaukeln der Wellen, in der Koje
schlafen; sanft und sicher verbringt man die Nacht und kann am
nächsten Tag Richtung Ziel neu aufbrechen.
In unserer oft stürmischen und chaotischen Zeit ist die Hoffnung auf
den lebendigen Gott, auf den Herrn Jesus Christus, unser fester Anker.
Die Jünger waren mit Jesus auf dem See Genezareth auch mal
in einem kleinen Boot unterwegs. Ich weiß nicht, ob das kleine Boot
einen Anker besaß, aber bei dem Sturm, der später aufkam, wäre
er sowieso nutzlos gewesen. Sie wurden von den Wellen erbarmungslos
hin und hergeworfen und dachten, dass sie gleich umkommen
mussten, und das, obwohl einige von ihnen erfahrene Fischer
waren. Aber einen festen Anker hatten sie im Boot: Jesus Christus.
Er wachte auf, bedrohte den Wind und die Wellen, und es wurde
wieder still.
Dieser Jesus sitzt auch bei uns im Boot unseres Lebens. Die Stürme
werden kommen, die Wind und die Wellen auch. Wie gut, dass Jesus
mit im Boot sitzt. So einen zweiten festen Anker wie die Hoffnung
auf diesen Jesus gibt es nicht; setze dein Vertrauen auf ihn!
Alan Gross