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Ihr sät viel und bringt wenig ein;
ihr esst und werdet doch nicht satt;
ihr trinkt und bleibt doch durstig;
ihr kleidet euch, und keinem wird warm;
und wer Geld verdient,
der legt's in einen löchrigen Beutel.

Haggai 1,6 september 2021

Gedanken zum Monatsspruch

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt’s in einen löchrigen Beutel. Haggai 1,6 (L)
Wenn man Geld irgendwo investiert, möchte man am Ende einen Gewinn sehen. Wenn man sich anstrengt, Arbeit und Mühe nicht scheut, möchte man den Eindruck haben, dass die Arbeit sich gelohnt hat, dass es zu einem Fortschritt geführt hat.
Aber was ist, wenn ich viele Stunden einsetze um für eine Prüfung zu lernen, und am Ende schreibe ich eine fünf? Oder ich kaufe ein teures Werkzeug, weil es die Arbeit an einem Projekt erleichtern soll, und die Arbeit am Projekt geht mit dem neuen Werkzeug noch langsamer voran?
Ungefähr so erging es dem Volk Israel, als sie durch den Propheten Haggai von Gott angesprochen werden. Sie sind vor kurzem aus dem Exil in das Land Israel zurückgekehrt. Sie haben angefangen auszusäen, Weinberge anzulegen, Häuser zu bauen, usw. Aber sie sehen von der eingesetzten Zeit, vom investierten Geld, keine Rendite.
Haggai beschreibt nicht nur ihre unglückliche Situation, er liefert ihnen auch von Gott den Grund dafür: Gott lässt sie nicht die Frucht ihrer Arbeit ernten, weil sie für sich schöne Häuser bauen, während der Tempel ihres Gottes eine Ruine bleibt (Haggai 1,4); sie haben sich nicht um den Wiederaufbau des Tempels bemüht.
Während der vergangenen 12 Monate kann ich mir vorstellen, dass es vielen von euch genauso ergangen ist wie mir: zweimal habe ich geplant, meine Familie in San Diego zu besuchen, zweimal wurden die gebuchten Flüge von der Fluggesellschaft gestrichen. Ich und meine Frau saßen dann frustriert auf unseren gepackten Koffern, im Bild gesprochen. Keine positive Frucht als Belohnung für das ein-gesetzte Geld, die Vorbereitung, die Planung.
Wie reagieren wir auf solche Misserfolge? Was wollen sie uns sagen? Im Beispiel aus Haggai soll das Volk dadurch angeregt werden, über ihre Prioritäten im Leben und die Beziehung zu ihrem Gott nachzudenken. „Was ist mir wirklich wichtig?“ Das ist die Frage, die sich ihnen durch ihre missliche Lage aufdrängen soll.
Ich denke, die Frusterfahrungen und Verluste der vergangenen 15 Monate sollten bei uns die gleiche Frage veranlassen: Was ist mir wirklich wichtig? Was gibt mir Halt im Leben, wenn Einiges, was mein Leben ausgemacht hat, wegfällt? Oder vielleicht besser: Wer gibt mir Halt, wenn vieles in meinem Leben durcheinander kommt, wenn ich drohe, im Chaos zu versinken?
Krisenzeiten sind Prüfungszeiten. Sie stellen mich und meinen Glauben auf die Probe, so wie Feuer Edelmetalle reinigt. Ich hoffe und bete, dass die Prüfung deines Glaubens Gold, Silber und Edelsteine hervorbringt, ein gereinigtes Herz, ein gestärktes Vertrauen zum Herrn.

Alan Gross

 Das Prophetenwort will uns auch heute noch direkt ansprechen und nachdenklich machen: Wie viel meiner Ressourcen setze ich für meinen eigenen materiellen und zeitlichen Wohlstand und wie viel für meinen geistlichen Wohlstand ein?
Die wenigsten von uns wohnen vielleicht „in getäfelten Häusern“ und unser Gotteshaus liegt nicht gerade — abgesehen von den bei-den zerbrochenen Glasscheiben — „wüst da“ (Haggai 1,4). Aber — Hand aufs Herz — ein Mangel zeigt sich vielleicht in nur langsam sinkenden Bauschulden oder einem Gemeindeleben, das sich zunehmend auf Sonntag Vormittag verengt.
Lasst euch ermutigen, z.B. die Bibelstunde zu besuchen, Hauskreise wiederzubeleben, unsere Jugend zu inspirieren und (tätig) über die eigenen Wände zu schauen! Der Prophet Haggai ermutigt dich: Bringe deine Möglichkeiten ein, Gott zu ehren und dem Nächsten zu dienen! Denke nicht nur an dich. Bete für Menschen in Not (Afghanistan, Haiti, Belarus…), besuche und hilf Einsamen und Traurigen, unterstütze Missionare. Gott verspricht, in einer neuen Weise zu segnen, wenn wir Seiner Sache Priorität einräumen!

Falko Hornschuch