
Johannes 20, 29April 2026
Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten
als Erstling unter denen, die entschlafen sind.
1. Korinther 15,20
Charles Colson gehörte zu den Eliten der amerikanischen Gesellschaft.
Er hatte an einer der Eliteuniversitäten studiert, zufällig zur
gleichen Zeit, als mein Vater dort studierte; sie kannten sich nicht,
aber schon dort an der Brown University hat er viel Wirbel gemacht.
Er hatte es bis in die höchsten Ebenen der politischen Klasse Amerikas
geschafft und war Pressesprecher von Präsident Richard Nixon
Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Dann stand er plötzlich
mitten in einem großen Skandal, Watergate, zusammen mit elf
anderen hohen Mitgliedern der Regierung Nixon. Die hohen Wellen
des Skandals brachen über sie zusammen, und jeder hat am Ende irgendein
Rettungsboot gesucht um sicher aus der Krise rauszukommen.
Colson wurde zu einer Art Sündenbock des Skandals gemacht, obwohl
er eigentlich nichts direkt damit zu tun hatte, und verbrachte einige
Jahre im Gefängnis. Diese Erfahrung führte aber dazu, dass er zu
einem lebendigen Glauben an Jesus Christus fand, den er danach
furchtlos öffentlich als seinen Herrn bekannte. Er hat dann in der Folge
einen Dienst untern Gefangenen in ganz Amerika gegründet und
geleitet und dadurch dazu beigetragen, dass tausende von Häftlingen
während ihrer Haft auch zu Christus fanden.
Charles Colson war zutiefst davon überzeugt, dass das Zeugnis der
12 Apostel von der Auferstehung Jesu von den Toten absolut glaubwürdig
war. Und zwar aus folgender Erfahrung: nachdem die Gesetzesübertretungen
der Regierung Nixon bekannt wurden und die Runden
machten, trafen sich die 12 Männer, die damit involviert waren
um sich abzusprechen. Sie haben sich verschworen und eine Version
der Ereignisse erfunden, die sie unschuldig bleiben ließ. Diese abgesprochene
Geschichte wollten sie dann vor der Presse und der Öffentlichkeit
vertreten und so einer Verfolgung durch das Gesetz entgehen.
Dann kamen die Anfragen und die Beschuldigungen; manchen aus
der Gruppe wurde Straffreiheit oder Strafmilderung angeboten wenn
sie die abgesprochene Geschichte verneinen und die Wahrheit sagen.
Es hat keine drei Wochen gedauert, da war die Verschwörung tot und
die Wahrheit kam ans Licht. Deshalb, so Colson, mussten die Apostel
die Wahrheit gesagt haben als sie von der Auferstehung Christi sprachen.
Denn egal was ihnen angeboten oder angedroht wurde, nie sind
sie von dieser Botschaft abgerückt. Die meisten von ihnen starben
später als Märtyrer weil sie an der Botschaft der leibhaften Auferstehung
Jesu von den Toten festhielten. Sie waren bereit, für diese Botschaft
zu sterben. Und niemand lässt sein Leben für eine bewusste
Lüge.
Freut euch darüber, Jesus ist auferstanden und lebt; denn die Zeugen,
die uns diese Botschaft vermittelt haben, sind zutiefst glaubwürdig!
Alan Gross