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Alle Schrift, von Gott eingegeben,
ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung,
zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

2.Timotheus 3,16Februar 2024

Ich lese seit knapp 35 Jahre in der Bibel und habe es in der Zeit tatsächlich
geschafft, sie mehrfach durchzulesen. Momentan läuft es
recht gut: ich schaffe es tatsächlich, fast täglich die Bibel zur Hand
zu nehmen, was für mich nicht selbstverständlich ist. Wie gefühlt
fast jeder Christ hatte auch ich damit zu kämpfen, das regelmäßige
Bibelstudium in meinen Alltag zu integrieren. Aber zurzeit läuft es
ganz gut.
Außerdem habe ich schon unzählige Predigten gehört und sehr viel
Literatur zur Bibel gelesen. Also man kann sagen: ich habe mich
schon recht intensiv mit dem Buch der Bücher beschäftigt. Aber hat
mich das auch zu einem besseren Menschen gemacht? Sündige ich
deshalb weniger? Fühle ich mich Gott deshalb näher? Ich weiß es
ehrlich gesagt nicht so recht. Manchmal tröste ich mich mit dem
Gedanken, dass ich noch ein viel schlimmerer Kerl sein würde,
wenn ich nicht in der Bibel lese. Aber ich wünsche mir schon, dass
es besser funktionieren würde. Und dann frage ich mich, warum es
nicht besser klappt. Einfach zu lesen scheint nicht zu reichen man
wird das Gelesene wohl auch praktisch umsetzen müssen. Das kann,
fürchte ich, schon auch ziemlich anstrengend sein. Und ich muss
schon zugeben: ich bin eher so der bequeme Typ. Dann kommt bei
mir zum Tragen, was Paulus in Römer 7, 18b-19 schreibt: „Wollen
habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das
Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich
nicht will, das tue ich.“
Aber ich kann ja mit Hilfe rechnen. Paulus gibt uns in Römer 8, 26a
die Zusage: „Desgleichen hilft auch der Geist unserer Schwachheit
auf…“. Und in Epheser 3,16 bittet er unseren Vater, „dass er Euch
Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, …“. Also, unser
Vater Jesus kennt auch meine Schwachheit und will mir durch den
Heiligen Geist mit seiner ganzen herrlichen Kraft helfen. Und tatsächlich,
manchmal gelingen mir Dinge, die ich mir selber nicht zutrauen
würde: zum Beispiel vor vielen Leuten zu reden oder auf
andere Menschen zu zugehen, um mit ihnen ein Gespräch anzufangen.
Oder zu Typen nett sein, die ich eigentlich nicht leiden kann.
Oder hilfsbedürftige Menschen unterstützen, obwohl ich dazu weder
Zeit noch Lust habe. Oder Fremden von Jesus erzählen, obwohl
ich mich davor fürchte.
Ich weiß: Das alles klingt ziemlich banal, aber für mich sind das
echte Herausforderungen. Und es gelingt mir auch viel zu selten,
dass auch umzusetzen. Aber manchmal schon. Ich arbeite mit Gottes
Hilfe weiter daran denn ich habe einen Plan: „Lasst uns aber
wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem
hin, der das Haupt ist, Christus.“ (Epheser 4, 15) Mein Ziel ist also,
Jesus Christus immer ähnlicher zu werden. Ich weiß natürlich auch,
dass ich noch meilenweit davon entfernt bin. Aber es ist eine Reise,
die lange noch nicht zu Ende ist.
Und ich denke, auf diese Reise sollten wir alle gehen mit Gottes Hilfe.

Jörg Fricke