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Monatsspruch Mai 2018

Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen. Er bringt das zum Ausdruck, was wir mit unseren Worten nicht sagen können. Der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
So vertritt er die Heiligen, wie es vor Gott richtig ist

Römer 8, 26-27


Gedanken zum Monatsspruch


Pfingsten und Weihnachten sind vom Wesen her identisch. Wir feiern in beiden Fällen das Kommen Gottes zu uns. Gott offenbart sich für uns in der Gemeinschaft der Heiligen Dreifaltigkeit: In der Heiligen Gemein-schaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Alle drei sind gleich Gott. Das ist das Geheimnis unseres Glaubens und des Wesens Gottes, das wir hier auf dieser Erde nicht ganz verstehen werden.
Zu Weihnachten ist Jesus zu uns gekommen. Der Sohn. Er war Gott und ist Mensch geworden. Er ist gekommen, um mit uns gleich zu werden und für uns zu sterben. Durch seinen Tod und seine Auferstehung sind wir geret-tet.
Zu Pfingsten ist der Heilige Geist zu uns gekommen. Er ist die dritte Per-son Gottes. In ihm ist Gott zu uns gekommen. Und der Heilige Geist wirkt bis heute unter uns.
Beide Male kommt Gott zu uns: Und doch tun wir uns schwerer mit Pfings-ten. Wir schmücken keinen Baum. Wir haben nicht die ganze Familie um uns. Wir beschenken uns nicht. Und doch ist Pfingsten ein sehr wichtiges Fest. In der Bibel werden mehrere Eigenschaften und Wirkungen des Heili-gen Geistes beschrieben. Eine wichtige Eigenschaft ist seine Hilfe im Ge-bet.
Gebet ist unsere wichtigste Kommunikationsform mit Gott. Durch Gebet loben wir Gott, danken wir Gott, bitten wir ihn und bekennen wir unsere Sünden.
Nun schreibt Paulus: Wir wissen nicht, was wir beten sollen und wie wir unsere Gebete richtig formulieren können. Wenn ich eine Predigt zu ei-nem besonderen Anlass vorbereite, mache ich mir Gedanken, wie ich die Menschen ansprechen kann. Wenn ich den Bundespräsidenten oder einen anderen wichtigen Menschen treffen würde, müsste ich mir viele Gedan-ken machen, wie ich ihm angemessen begegnen könnte und wie ich ihn ansprechen würde, obwohl sie nur Menschen sind.
Die Bibel lehrt uns, dass Gott unendlich groß ist und seine Herrlichkeit von den Menschen nicht fassbar ist. Wir können Gott nicht so anbeten, nicht so ansprechen, wie es seiner göttlichen Würde entsprechen würde. (Oft bemühen wir uns auch nicht darum.) Und darüber hinaus wissen, wir oft auch nicht wofür wir beten sollen.
An dieser Stelle unserer menschlichen Schwachheit wirkt der Heilige Geist: Unser Gebet wird nicht wegen Formschwächen oder aus inhaltli-chen Gründen abgelehnt. Nein, denn mein Gebet wird durch den Heiligen Geist umgewandelt in ein Gebet, das würdig ist, von Gott gehört zu wer-den.
Pastor Johann Vollbracht










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